Von der Kirche in die Politik

Veranstaltungsreihe zum Mauerfall

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Mit dem Pfarrer und Bürgerrechtler Christoph Wonneberger startet am Mittwoch, 26. November, eine Reihe zum Mauerfall. "Christen im politischen Umbruch 1989/90" ist eine Kooperation zwischen der Evangelischen Akademie Hofgeismar, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Evangelischen Forum.

Der Pfarrer und Bürgerrechtler Christoph Wonneberger
Der Pfarrer und Bürgerrechtler Christoph Wonneberger

In diesem Jahr feierten wir zum 25. Mal den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, durch den auch das Tor zur Wiedervereinigung Deutschlands aufgestoßen wurde. Und wir erinnern uns an die friedliche Revolution der Menschen in der DDR, die diesen politischen Wandel erst ermöglicht haben. Die Leipziger Montagsdemonstrationen und viele andere Proteste im Herbst 1989 waren aber nicht die Ouvertüre, sondern ein immer mächtiger anschwellender Chor gegen die Betonpolitik der SED-Führung, der schon lange zuvor seinen Widerstandsgeist entwickelt hat.
Insbesondere die Kirchen waren früh Anlaufpunkt für Unzufriedene und damit ein wesentlicher Kristallisationsort der Oppositionsbewegung in der DDR. Wenn es nicht mutige Pfarrer wie Christoph Wonneberger gegeben hätte, die ihre Kirchen geöffnet, eine Versammlungsmöglichkeit und Gegenöffentlichkeit geschaffen haben, hätte es diese friedliche Revolution so nicht gegeben. Bereits als Pfarrer der Dresdner Weinbergskirche kämpfte er für die Einrichtung eines „sozialen Friedensdienstes“ und begründete die Tradition der Friedensgebete. 1986 bis Ende Oktober 1989 war er der Koordinator der Leipziger Friedensgebete in der Nikolaikirche – Ausgangspunkt der systemsprengenden Montagsdemonstrationen. Dabei war der Weg für ihn – sowohl im Konflikt mit vorsichtig lavierenden Kirchenfunktionären wie unter dem Druck der Staatssicherheit – unbequem und zerrend. Wegbegleiter schätzen seine Beharrlichkeit und Unbeugsamkeit ebenso wie seinen Drang nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit. Er ist ein Mensch, „Der nicht aufgibt“, so der treffende Titel einer jüngst erschienen Biografie (von Thomas Mayer).
In einem Gespräch am 26. November 2014 (19:00 Uhr) im Evangelischen Forum Kassel wird Christoph Wonneberger Einblick geben in seine Lebensgeschichte und die aufregende Zeit des politischen Umbruchs in der DDR. Der Abend ist Teil einer Veranstaltungsreihe der Evangelischen Akademie Hofgeismar, des Evangelischen Forums in Kassel  und der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung in Wiesbaden, bei der mit verschiedenen Akteuren der Zeit (Dr. Aribert Rothe am 11. November 2014 in Kooperation mit dem Evangelischen Bund Kurhessen-Waldeck, Markus Meckel am 10. Februar 2015 und Kathrin Mahler Walther am 16. April 2015) an die Rolle der Christinnen und Christen in der friedlichen Revolution erinnert werden soll. Dr. Carmen Everts, Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden

Der Eintritt zu der Veranstaltung mit Christoph Wonneberger am 26. November ist frei.

Von der Kirche in die Politik

In diesem Jahr feierten wir zum 25. Mal den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, durch den auch das Tor zur Wiedervereinigung Deutschlands aufgestoßen wurde. Und wir erinnern uns an die friedliche Revolution der Menschen in der DDR, die diesen politischen Wandel erst ermöglicht haben. Die Leipziger Montagsdemonstrationen und viele andere Proteste im Herbst 1989 waren aber nicht die Ouvertüre, sondern ein immer mächtiger anschwellender Chor gegen die Betonpolitik der SED-Führung, der schon lange zuvor seinen Widerstandsgeist entwickelt hat.
Insbesondere die Kirchen waren früh Anlaufpunkt für Unzufriedene und damit ein wesentlicher Kristallisationsort der Oppositionsbewegung in der DDR. Wenn es nicht mutige Pfarrer wie Christoph Wonneberger gegeben hätte, die ihre Kirchen geöffnet, eine Versammlungsmöglichkeit und Gegenöffentlichkeit geschaffen haben, hätte es diese friedliche Revolution so nicht gegeben. Bereits als Pfarrer der Dresdner Weinbergskirche kämpfte er für die Einrichtung eines „sozialen Friedensdienstes“ und begründete die Tradition der Friedensgebete. 1986 bis Ende Oktober 1989 war er der Koordinator der Leipziger Friedensgebete in der Nikolaikirche – Ausgangspunkt der systemsprengenden Montagsdemonstrationen. Dabei war der Weg für ihn – sowohl im Konflikt mit vorsichtig lavierenden Kirchenfunktionären wie unter dem Druck der Staatssicherheit – unbequem und zerrend. Wegbegleiter schätzen seine Beharrlichkeit und Unbeugsamkeit ebenso wie seinen Drang nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit. Er ist ein Mensch, „Der nicht aufgibt“, so der treffende Titel einer jüngst erschienen Biografie (von Thomas Mayer).
In einem Gespräch am 26. November 2014 (19:00 Uhr) im Evangelischen Forum Kassel wird Christoph Wonneberger Einblick geben in seine Lebensgeschichte und die aufregende Zeit des politischen Umbruchs in der DDR. Der Abend ist Teil einer Veranstaltungsreihe der Evangelischen Akademie Hofgeismar, des Evangelischen Forums in Kassel  und der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung in Wiesbaden, bei der mit verschiedenen Akteuren der Zeit (Dr. Aribert Rothe am 11. November 2014 in Kooperation mit dem Evangelischen Bund Kurhessen-Waldeck, Markus Meckel am 10. Februar 2015 und Kathrin Mahler Walther am 16. April 2015) an die Rolle der Christinnen und Christen in der friedlichen Revolution erinnert werden soll. Dr. Carmen Everts, Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden

Der Eintritt zu der Veranstaltung mit Christoph Wonneberger am 26. November ist frei.

2018-09-21 469