Ökonomie Nach-denken

Zur Aktualität von John Stuart Mill

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In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Frankfurt beschäftigte sich diese Wochenendtagung (29. November bis 1. Dezember) mit John Stuart Mill, einem der letzten Vertreter der klassischen Ökonomie, und stellte seine Ideen zu wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Freiheit vor.

John Stuart Mill, gemeinhin als letzter führender Vertreter der Klassischen Ökonomie gesehen, wird von vielen wachstumskritischen Ökonomen aber auch als einer der frühesten fachwissenschaftlichen Kritiker des klassischen und noch heute wirkmächtigen Wachstumsparadigmas dieser Schule betrachtet; bedeutend sind auch seine Beiträge zur Gesellschaftsphilosophie und zur Methodologie der Sozialwissenschaften sowie zur Logik. Seine Rezeption im deutschen Sprachraum leidet jedoch unter dem Mangel an adäquaten Übersetzungen seiner Werke. Auf der Tagung wurde J. S. Mill in die heutige wirtschafts- und gesellschaftstheoretische Diskussion eingeordnet und seine wirtschaftsethische und -politische Bedeutung für die Gegenwart diskutiert; dabei wurden die Probleme existierender Übersetzungen reflektiert und zwei Projekte einer Neuübersetzung ausgewählter Werke vorgestellt.