Christentum und Rechtsstaat

Verhältnis von Religion und Freiheit

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Mit der spannungsreichen Geschichte des Verhältnisses von Christentum und Rechtsstaat beschäftigte sich eine Wochenendtagung vom 6. bis 8. Dezember.

In vielen Debatten wird dem unaufgeklärten Islam oft eine christlich-abendländische Tradition gegenübergestellt, die bruchlos in die Etablierung des freiheitlich demokratischen Rechtsstaat mündete. Aber die Anerkennung der Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums ist in der christlichen Theologie keineswegs selbstverständlich gewesen und das Agieren vieler Vertreter der Kirchen war - nicht nur in der Zeit von 1933 bis 1945 - nicht von dieser Einstellung geprägt. Bei einer kritischen Prüfung des Menschenbildes im Christentum und dem Wert der persönlichen Freiheit des Individuums sind zunächst zumindest die theologisch-dogmatische Ebene und die Ebene des praktischen politischen Agierens des institutionalisierten Christentums zu unterscheiden. Zweifel an der These sind auf beiden Ebenen angebracht. Auf der Wochenendtagung wurde das Verhältnis von Kirche und Staat in der Geschichte untersucht und ein Blick auf die Situation in anderen Ländern geworfen.

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