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WER PHILOSOPHIEREN WILL, MUSS ZUVOR IN CHRISTUS TÖRICHT GEMACHT WERDEN" Philosophie und Theologie bei Luther

Luther, vor seiner Zeit als Theologieprofessor Lektor der Philosophie in Erfurt, reflektierte das Verhältnis von Philosophie und Theologie auf philosophisch und theologisch höchstem Niveau. Neu ist dabei der Ansatz, nach dem Subjekt des Denkens zu fragen sowie nach dem Geltungsbereich und der Funktion der Vernunft. Durch seine Vernunft gewinnt der Mensch Freiheit im Verhältnis zur Welt. So definiert sich der Mensch philosophisch durch die Vernunft als Fähigkeit der Erkenntnis und der entsprechenden Selbstbestimmung. Doch betrifft das nur die Erkenntnis der Welt und die Herrschaft über sie, sowie das politische Leben. Sein Gottesverhältnis und den Sinn seines Lebens versteht der Mensch so nicht. Hier hilft die Theologie, die von der Liebe Gottes her denkt. Ist das vernünftig?

 

Literaturhinweis:

Gegenstand der Lektüre werden vor allen die Thesen der Disputation „Über den Menschen" von 1536 sein.

Textausgabe: M. Luther, Lat.-deutsche Studienausgabe Bd. 1. Der Mensch vor Gott. Hg. Von W. Härle. Leipzig 2006, S. 663-669.

 

Termin

06.10.2017 bis 08.10.2017 (18:00 Uhr bis 13:00 Uhr)