Veranstaltungsdetails

TÄTER, TATEN UND ERINNERUNG NS-Täterschaft aus psychologischer, historischer, neurowissenschaftlicher und didaktischer Perspektive

Nur wer sich mit den Tätern im NS-Unrechtsstaat auseinandersetzt, kann eine Wiederholung ihrer Taten verhindern. Deshalb sollen im Rahmen dieser Tagung folgende Fragen geklärt werden: Wie werden Menschen überhaupt zu Tätern? Was wissen wir über die Täterschaft im Nationalsozialismus? Was lässt sich aus der Beschäftigung mit den Tätern der NS-Zeit für die gesellschaftliche Gegenwart und Zukunft lernen? Diesen und weiteren Fragen werden wir auf der Tagung intensiv nachgehen. Berücksichtigt werden dabei sozialpsychologische, historische, neurowissenschaftliche und didaktische Aspekte.

Termin

10.06.2017 bis 11.06.2017 (10:30 Uhr bis 13:00 Uhr)

Veranstaltungsort

Evang. Tagungsstätte Hofgeismar
Hofgeismar

www.tagungsstaette-hofgeismar.de

Weitere Informationen

 
Samstag, 10. Juni 2017

10.30 Uhr Begrüßung und Einführung

Dr. Konstantin Broese / Steffen Barth

Teil I: TÄTER, TATEN, ERINNERUNG –    DREI FALLBEISPIELE

11.00 Uhr Die Geheime Staatspolizei Kassel, Täterschaft und Erinnerung

Dr. Gunnar Richter, Mitbegründer und Leiter der Gedenkstätte Breitenau, Guxhagen (bei Kassel)

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Täter, Komplizen und Opfer in Theologie und Kirche / 1933-1945

Prof. Dr. Manfred Gailus,  Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30 Uhr Wehrmacht, Täterschaft und Erinnerung: Die „Wehrmachtsausstellung“ und ihre Folgen (inkl. Filmbeitrag)

Hannes Heer, Historiker, Regisseur und Publizist; 1993-2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung, Mitinitiator der „Wehrmachts-ausstellung“ („Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“)

18.00 Uhr Abendessen

Teil II:  PSYCHOGRAMM DER TÄTER: NEUROLOGISCHE UND SOZIALPSYCHOLOGISCHE ASPEKTE

19.30 - 21.00 Uhr „Tatort Gehirn“ – Erklärung von Täterschaft aus der Perspektive der modernen Neurowissenschaft

Prof. Dr. Hans Joachim Markowitsch, Inhaber des Lehrstuhls für Physiologische Psychologie an der Universität Bielefeld 1930 (1991-2015)

 

Sonntag, 11. Juni 2017

8.00 Uhr Frühstück

9.00 Uhr "Eine Mischung aus King Kong und Vorstadtfriseur"   Ansätze zu einer Sozialpsychologie der NS-Täterschaft

Prof. Dr. Rolf Pohl, Professor am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität Hannover, Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie und der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie

10.30 Uhr Kaffeepause

Teil III: AUS DER GESCHICHTE LERNEN!?

10.45 Uhr NS-Täterschaft in der heutigen historisch-politischen Bildung oder: Was lässt sich aus der Beschäftigung mit der NS-Täterschaft lernen?

Prof. Dr. Thomas Sandkühler, Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2015 Vorsitzender der Konferenz für Geschichtsdidaktik (= des Fachverbands der GeschichtsdidaktikerInnen der Bundesrepublik)

12.15 Uhr Abschlussdiskussion / Fazit

Dr. Konstantin Broese  /  Steffen Barth

12.45 Uhr Ende der Tagung mit dem Mittagessen

Leitung

Studienleiter Dr. Konstantin Broese, M.A., Evangelische Akademie Hofgeismar  /  Steffen Barth, Studienrat am Gymnasium, Geschichtsdidaktiker und Lehrbeauftragter an den Universitäten Mainz und Trier

Zielgruppe

Interessierte

Buchungsoptionen / Preis

  • Tagungspauschale (Tagungsbeitrag/Verpflegung/Einzelzimmer), € 108.50
  • Tagungspauschale (Tagungsbeitrag/Verpflegung/Zweibettzimmer), € 102.50
  • Tagungspauschale (Tagungsbeitrag/Verpflegung - ohne Übernachtung/Frühstück), € 80.50
  • Tagungsbeitrag (ohne Verpflegung/ohne Übernachtung), € 45.00

Ansprechpartner

Christine Lerner
Evangelische Akademie Hofgeismar
Gesundbrunnen 11, 34369 Hofgeismar
Tel.: (05671) 881-118, Telefax: (05671) 881-154
E-Mail: christine.lerner@ekkw.de