Kolumbiens Botschafter kam zur Tagung

Gewalt in Lateinamerika war Thema

Layout Grafik

Kolumbiens Botschafter Hans-Peter Knudsen Quevedo kam ebenso wie Danuta Sacher (Brot für die Welt) und der Menschenrechtspolitiker Tom Koenigs (Die Grünen) zur ersten Tagung im neuen Semester „Gewalt und nachhaltige Konfliktlösungen in Lateinamerika“.

Die Organisatoren und einige der Gäste: Christina Schnepel, Danuta Sacher, Prof. Dr. Stefan Peters, Botschafter Hans-Peter Knudsen Quevedo, Tom Koenigs und Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt (v.li.).
Die Organisatoren und einige der Gäste: Christina Schnepel, Danuta Sacher, Prof. Dr. Stefan Peters, Botschafter Hans-Peter Knudsen Quevedo, Tom Koenigs und Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt (v.li.).

Kolumbiens Botschafter Hans-Peter Knudsen Quevedo plädierte bei der Lateinamerika-Tagung der Evangelischen Akademie am Wochenende für eine Stärkung des Friedensprozesses in seinem Heimatland. Davon hänge auch der künftige Wohlstand des Landes ab. Um den Friedensprozess voranzutreiben, sei es aber unabdingbar, die gewaltsame Vergangenheit aufzuarbeiten.

Danuta Sacher von Brot für die Welt ging noch weiter: Es gelte die Aussagen der demobilisierten Paramilitärs systematisch auszuwerten und damit auch dieses dunkle Kapitel der kolumbianischen Geschichte öffentlich zu thematisieren sowie aktuell die Gewalt gegen politische Aktivisten endlich wirksam einzudämmen. Tom Koenigs (Bündnis 90/die Grünen), Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Kolumbien, sprach sich mit den Worten des Präsidenten der kolumbiansichen Wahrheitskommission Padre Francisco de Roux für die „Kühnheit des imperfekten Friedens“ aus, machte damit auf die Notwendigkeit von Pragmatismus aufmerksam und unterstrich zudem die Bedeutung der deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit. Mit Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen forderte er, die ökologischen, sozialen und menschenrechtlichen Standards in den Lieferketten konsequent einzuhalten.

Als großes Problem sahen die Diskussionsteilnehmer den Einsatz von Glyphosat gegen den Kokaanbau. Dies würde gerade nicht zu einer nachhaltigen Problemlösung beitragen und oftmals die Kleinbauern in die Arme bewaffneter Organisationen treiben. Zu den 2. Hofgeismarer Lateinamerikagesprächen, die in Zusammenarbeit mit den Universitäten Kassel und Gießen angeboten wurden, kamen über 100 Teilnehmende.

Kolumbiens Botschafter kam zur Tagung

Kolumbiens Botschafter Hans-Peter Knudsen Quevedo plädierte bei der Lateinamerika-Tagung der Evangelischen Akademie am Wochenende für eine Stärkung des Friedensprozesses in seinem Heimatland. Davon hänge auch der künftige Wohlstand des Landes ab. Um den Friedensprozess voranzutreiben, sei es aber unabdingbar, die gewaltsame Vergangenheit aufzuarbeiten.

Danuta Sacher von Brot für die Welt ging noch weiter: Es gelte die Aussagen der demobilisierten Paramilitärs systematisch auszuwerten und damit auch dieses dunkle Kapitel der kolumbianischen Geschichte öffentlich zu thematisieren sowie aktuell die Gewalt gegen politische Aktivisten endlich wirksam einzudämmen. Tom Koenigs (Bündnis 90/die Grünen), Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Kolumbien, sprach sich mit den Worten des Präsidenten der kolumbiansichen Wahrheitskommission Padre Francisco de Roux für die „Kühnheit des imperfekten Friedens“ aus, machte damit auf die Notwendigkeit von Pragmatismus aufmerksam und unterstrich zudem die Bedeutung der deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit. Mit Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen forderte er, die ökologischen, sozialen und menschenrechtlichen Standards in den Lieferketten konsequent einzuhalten.

Als großes Problem sahen die Diskussionsteilnehmer den Einsatz von Glyphosat gegen den Kokaanbau. Dies würde gerade nicht zu einer nachhaltigen Problemlösung beitragen und oftmals die Kleinbauern in die Arme bewaffneter Organisationen treiben. Zu den 2. Hofgeismarer Lateinamerikagesprächen, die in Zusammenarbeit mit den Universitäten Kassel und Gießen angeboten wurden, kamen über 100 Teilnehmende.

2019-05-24 766