„Passion–ganz nah“

Musik und Wort in Bad Hersfeld

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Musik und geistliches Nachdenken über die Passion. Am Abend des 8. April wird Akademiedirektor Karl Waldeck im Rahmen der Aufführung zu Johann Sebastian Bachs Motette „Tilge, Höchster, meine Sünden“ zu deren Musik und geistlicher Botschaft sprechen. Mehr zum Programm von „Passion–ganz nah“:

Musik an der Stadtkirche
Musik an der Stadtkirche

http://www.hersfelder-kirchenmusik.de/konzerte.html

Konzeption der Reihe:  Bezirkskantor Sebastian Bethge, Pfarrerin Dr. Ann-Cathrin Fiß, Dekan Dr. Frank Hofmann, Akademiedirektor Karl Waldeck. Es musizieren renommierte Gesangssolisten und Instrumentalensembles
 
25. März, 19.30 Uhr: Der erste Abend der Reihe "Passion-ganz nah" widmet sich ausgehend vom „Stabat mater“ von Giovanni Batista Pergolesi (1710 - 1736) dem Thema Passionsfrömmigkeit. Die eindringliche und empfindsame Musik des Barockkomponisten, er verfasste sie kurz vor seinem frühen Tod, eröffnet einen emotional intensiven Zugang. Diese Frömmigkeit mag fremd wirken, weil ihre Sprache und Glaubensvorstellungen nicht oder nur bedingt denen unserer Tage entsprechen. Doch gerät die Bedeutung von Gefühlen immer mehr in den Mittelpunkt von theologischen und religionsphilosophischen Diskursen unserer Gegenwart. Was bedeutet es, wenn das „Stabat Mater“ zum Mitleiden und Mittrauern aufruft? Welche Affekte sollen in uns bewegt werden durch Text und Musik? Der Abend spürt den emotionalen Vorgängen der Passion nach.

1.April 19.30 Uhr Am zweiten Abend der Reihe "Passion-ganz nah" wird die Uraufführung des „stabat mater“ von Sebastian Bethge. Das Werk wurde von der Beschäftigung mit dem Völkermord in Ruanda im Jahre 1994 inspiriert. Es stellt allgemein die Frage nach dem Bösen und der Verantwortung des Menschen. Ausgehend von Augenzeugenberichten von Genoziden werden diese Fragen aus passionstheologischer Sicht betrachtet.

8. April, 19.30 Uhr Ausgangspunkt des letzten Abends der Reihe "Passion-ganz nah" ist die Motette „Tilge, Höchster, meine Sünden“ von Johann Sebastian Bach (BWV 1083), entstanden 1746/1747. Sie ist musikalisch eine Bearbeitung des „Stabat Mater" von Giovanni Battista Pergolesi. Ihr Text bezieht sich jedoch nicht auf den mittelalterlichen Hymnus und das Leiden der Gottesmutter. Vielmehr hat ein unbekannter Verfasser den 51. Psalm bearbeitet: einen der sogenannten sieben „Bußpsalmen“, der traditionell als Verfasser König David als exemplarischen Sünder zugeschrieben worden ist. Somit wird die Reihe mit der Betrachtung eines Wegs „Vom Leiden über Buße/Umkehr zu neuem Leben“ beschlossen. 
 

„Passion–ganz nah“

http://www.hersfelder-kirchenmusik.de/konzerte.html

Konzeption der Reihe:  Bezirkskantor Sebastian Bethge, Pfarrerin Dr. Ann-Cathrin Fiß, Dekan Dr. Frank Hofmann, Akademiedirektor Karl Waldeck. Es musizieren renommierte Gesangssolisten und Instrumentalensembles
 
25. März, 19.30 Uhr: Der erste Abend der Reihe "Passion-ganz nah" widmet sich ausgehend vom „Stabat mater“ von Giovanni Batista Pergolesi (1710 - 1736) dem Thema Passionsfrömmigkeit. Die eindringliche und empfindsame Musik des Barockkomponisten, er verfasste sie kurz vor seinem frühen Tod, eröffnet einen emotional intensiven Zugang. Diese Frömmigkeit mag fremd wirken, weil ihre Sprache und Glaubensvorstellungen nicht oder nur bedingt denen unserer Tage entsprechen. Doch gerät die Bedeutung von Gefühlen immer mehr in den Mittelpunkt von theologischen und religionsphilosophischen Diskursen unserer Gegenwart. Was bedeutet es, wenn das „Stabat Mater“ zum Mitleiden und Mittrauern aufruft? Welche Affekte sollen in uns bewegt werden durch Text und Musik? Der Abend spürt den emotionalen Vorgängen der Passion nach.

1.April 19.30 Uhr Am zweiten Abend der Reihe "Passion-ganz nah" wird die Uraufführung des „stabat mater“ von Sebastian Bethge. Das Werk wurde von der Beschäftigung mit dem Völkermord in Ruanda im Jahre 1994 inspiriert. Es stellt allgemein die Frage nach dem Bösen und der Verantwortung des Menschen. Ausgehend von Augenzeugenberichten von Genoziden werden diese Fragen aus passionstheologischer Sicht betrachtet.

8. April, 19.30 Uhr Ausgangspunkt des letzten Abends der Reihe "Passion-ganz nah" ist die Motette „Tilge, Höchster, meine Sünden“ von Johann Sebastian Bach (BWV 1083), entstanden 1746/1747. Sie ist musikalisch eine Bearbeitung des „Stabat Mater" von Giovanni Battista Pergolesi. Ihr Text bezieht sich jedoch nicht auf den mittelalterlichen Hymnus und das Leiden der Gottesmutter. Vielmehr hat ein unbekannter Verfasser den 51. Psalm bearbeitet: einen der sogenannten sieben „Bußpsalmen“, der traditionell als Verfasser König David als exemplarischen Sünder zugeschrieben worden ist. Somit wird die Reihe mit der Betrachtung eines Wegs „Vom Leiden über Buße/Umkehr zu neuem Leben“ beschlossen. 
 

2022-09-23 918