Prävention und politische Bildung in einer Gesellschaft der Diversität
Das Verbundprojekt „Alles Glaubenssache? Prävention und politische Bildung in einer Gesellschaft der Diversität“, getragen von der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et), bietet bereits seit einigen Jahren an mehren Standorten im Bundesgebiet Angebote der Primärprävention und der politischen Bildung für jugendliche Zielgruppen und jene, die mit jungen Menschen arbeiten. Im Fokus des Projektes steht das Anliegen, junge Menschen resilient gegenüber extremistischer Ansprache zu machen und demokratische Haltungen zu stärken.
Seit März 2025 arbeitet das Projekt „Einen Schritt zurück, zwei Schritt nach vorne!“ als Regionale Fachstelle des Verbundprojekts „Alles Glaubenssache?“ an der Evangelischen Akademie Hofgeismar.
Das Projekt konzipiert und gestaltet ortsgebundene, geführte Stadtrundgänge, in denen der öffentliche Raum zum Lernort wird, und setzt diese in die Praxis um. So ist in der Stadt Kassel der Rundgang „Arbeit & Migration“ entstanden, der gemeinsam mit den Teilnehmenden auf Orte blickt, an denen unterschiedliche Dimensionen von Arbeit und Migration in Geschichte und Gegenwart sichtbar werden.
Über Rassismus, Antisemitismus und weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kommen wir auf unserem Weg durch die Stadt immer wieder ins Gespräch. Aber auch auf die gesellschaftlichen und kulturellen Beiträge, die Migrant*innen geleistet haben und leisten, fällt unser Blick. Hierbei wird deutlich: Gesellschaft ist immer in Bewegung und somit veränderbar. Über unsere Handlungsmöglichkeiten als Mitgestalter*innen einer toleranten demokratischen Gesellschaft möchten wir im Rahmen des Angebots ins Gespräch kommen.
An wen richtet sich das Angebot?
Das Angebot richtet sich an alle ab 14 Jahren – ob als Schulklasse, Jugend- oder Konfigruppe. Es kann kostenfrei angefragt, gebucht und bei Bedarf zu einem Projekttag im Umfang von 5 Zeitstunden erweitert werden, der eine vertiefende Nachbereitung beinhaltet.
Der Rundgang dauert ca. 2,5 Stunden und findet von März bis Oktober statt.
In Bearbeitung ist ein weiteres Rundgangsangebot in der Stadt Hanau, das ausgehend von dem rechtsterroristischen Anschlag am 19. Februar 2020 auf die Geschichte und Kontinuitäten rechter und rassistischer Gewalt blickt und ab Frühjahr 2026 angeboten werden soll.