Arbeit und Migration
Eine historisch-politische Stadterkundung
24. September 2026 · 16:30 Uhr · Holländischer Platz, vor dem K10 Uni Kassel · keine Anmeldung notwendig
Quer durch die Kasseler Innenstadt begeben wir uns im Rahmen der Interkulturellen Woche auf eine historisch-politische Spurensuche und erkunden die Schnittstellen von Arbeit und Migration. Denn Arbeit, insbesondere Lohnarbeit, und Migration beeinflussen unsere Gesellschaft, unser Miteinander und unseren Platz im Zusammenleben. Oft werden beide Bereichen in öffentlichen Debatten verknüpft und der Zusammenhang vereinfacht: Den einen gilt Migration als rettendes Mittel gegen Fachkräftemangel und die Überalterung der Gesellschaft, die anderen wehren sich gegen Migration, weil sie ihre angestammte Position bedroht sehen. Insbesondere rechte Akteur*innen spitzen Ängste und potenzielle Probleme unzulässig und in rassistischer Weise zu.
Diesen Spannungen und ihren Spuren im städtischen Raum widmen wir uns auf dem Spaziergang zwischen Unicampus am Holländischen Platz und Innenstadt. Wir besuchen Orte, an denen Arbeit und Migration von der Zeit des 2. Weltkriegs bis heute thematisiert werden. Rassismus, Antisemitismus und weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit besprechen wir dabei ebenso wie die gesellschaftlichen und kulturellen Beiträge von Migrant*innen.
Hierbei wird deutlich: Gesellschaft ist immer in Bewegung. Wie sie durch uns als demokratische Mitgestalter*innen auch bewusst veränderbar ist, diskutieren wir im Rahmen des Spaziergangs. Teilnehmende erschließen sich Orte des Alltags aus bisher unbekannter Perspektive und politische Bildung findet ihren Platz im öffentlichen Raum – dem Ort, an dem alle auf alle treffen.







