Nie wieder Frieden? Politische Bildung in kriegerischen Zeiten
Nie wieder Frieden? Politische Bildung in kriegerischen Zeiten
Theorie-Praxis-Tagung
Geschlossene Veranstaltung
04. – 06. Juni 2026
Kriege und militärische Konflikte prägen zunehmend die internationale Politik und wirken weit in gesellschaftliche Debatten hinein. Fragen von Sicherheit, Aufrüstung, Frieden und internationaler Verantwortung betreffen längst nicht nur die Außenpolitik, sondern haben auch sozial-, finanz- und bildungspolitische Konsequenzen. Für die politische Bildung ergibt sich daraus ein doppelter Auftrag: Sie muss zum einen die Fähigkeit fördern, komplexe Konfliktlagen kritisch zu analysieren und politisch zu beurteilen. Zum anderen stellt sich die Frage, wie Friedensbildung konkret gestaltet werden kann – als pädagogische und gesellschaftliche Praxis, die zur Entwicklung gewaltreduzierender und solidarischer Formen des Zusammenlebens beiträgt.
Die Theorie-Praxis-Tagung bringt seit zehn Jahren Studierende, Wissenschaft und Praxis zusammen, um Aufgaben, Methoden und Haltungen politischer Bildung interdisziplinär zu bestimmen und im Austausch tragfähige Perspektiven zu entwickeln. Im Durchgang 2026 kommen Studierende und Lehrende aus verschiedenen Studiengängen – darunter Soziale Arbeit, Lehramt Politik und Wirtschaft, Erziehungswissenschaft sowie Sozialwissenschaft – aus fünf hessischen Hochschulen und Universitäten zusammen (h_da, Hochschule Rhein-Main, Hochschule Fulda sowie die Universitäten Kassel und Frankfurt).
Fachwissenschaftliche Vorträge aus der Friedens- und Konfliktforschung sowie aus der politischen Bildungstheorie bieten Einblicke in aktuelle Debatten. In Workshops lernen die Teilnehmenden zudem konkrete Projekte und Ansätze kennen – von politischer Bildungsarbeit über Friedensbildung bis hin zu Methoden der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.
Zielgruppe
Studierende der politischen Bildung, Lehramt und Sozialen Arbeit
Donnerstag, 04. Juni 2026
Anreise & Ankunft (bis 11.45 Uhr)
12.00 Uhr
Mittagessen
13.15 Uhr
Tagungsbeginn
Einführung, Kennenlernen, Programm
14.00 Uhr
Opener: Woher komme ich und was ist meine Verbindung zum Thema?
14.30 Uhr
Krieg, Frieden – und ich?
World Café
15.00 Uhr
Kaffee/Kuchen + Check-In
15.45 Uhr
(Politische) Bildung in kriegerischen Zeiten
Jun. Prof. Sebastian Engelmann, PH Karlsruhe
16.30 Uhr
Kleine Pause
16.40 Uhr
Podium „Friedensbildung als politische Bildung“
17.20 Uhr
Krieg, Frieden, Bildung – und ich?
Austausch in Kleingruppen
17.55 Uhr
Zuordnung zu Workshops
18.15 Uhr
Abendessen mit anschl. Spieleabend
Freitag, 05. Juni 2026
Ab 7.30 Uhr
Frühstück
9.00 Uhr
Warm-Up / Resterampe
9.15 Uhr
Workshop-Phase A
1) Dialoge über Grenzen hinweg
Katharina Ochsendorf (Wi.e.dersprechen)
2) Soziale vs. militärische Verteidigung und ziviler Widerstand
Jochen Neumann (BSV. Bund für Soziale Verteidigung)
3) Umkämpfte Schule – Bundeswehr in der Schule
Michael Schulze von Glaßer (DfG-VK)
4) Scuola di Pace Monte Sole (Italien)
Erinnerung, politische Bildung, Menschenrechte und gewaltfreie Konfliktbewältigung
Stefano Merzi (Friedensschule) und Michaela Jacobs (BJA/BDKJ Mainz)
(Der Workshop findet in englischer Sprache statt.)
12.30 Uhr
Mittagessen
14.15 Uhr
Podium // Austausch im Plenum
15.30 Uhr
Workshop-Phase B
5) Konfliktanalyse in der politischen Bildung. Politikdidaktik zwischen Analyse, Kontroverse und Engagement
Andreas Eis
6) Konfliktfähigkeiten fördern, Demokratie stärken – Methoden aus Friedensbewegung und außerschulischer politischer Bildung
Annalena Kößer & Fredrik Kempf
7) Brillen wechseln: Multiperspektivität im Konflikt
Hanne Kleinemas & Susanne Thimm
8) Pax facere = Frieden machen
Julika Bürgin
18.15 Uhr
Abendessen
19.30 Uhr
Vorstellung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
Felix Münch
Samstag, 06. Juni 2026
Ab 7.30 Uhr
Frühstück
9.15 Uhr
Warm-Up / Resterampe
9.45 Uhr
Open Space
Themen auf offene Fragen sammeln
10.15 Uhr
Session 1
11.10 Uhr
Session 2
11.55 Uhr
Feedback & Evaluation
12.15 Uhr
Mittagessen und Abschluss
Tagungsflyer herunterladen