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Feuerwehr – Polizeipatrouille – Deradikalisierung?

DVPB-Herbsttagung vom 21. – 23. November 2024

Dass an die Politische Bildung immer wieder Erwartungen gestellt wurden, als Feuerwehr gegen radikale und extremistische politische Entwicklungen vorzugehen, hat ihr fachliches Selbstverständnis zunächst maßgeblich mit geprägt. So stand etwa die Gründung der Bundeszentrale für politische Bildung 1952 unter dem Vorzeichen eines „erzieherischen Verfassungsschutzes“. Und auch die flächendeckende Einführung des politischen Unterrichts in Gymnasien mit der Saarbrücker Rahmenvereinbarung (1960) ist maßgeblich durch Hakenkreuzschmierereien Ende der 1950er-Jahre angestoßen worden. Seither hat sich die politische Bildung in vielen kontroversen Debatten und diskursiv entwickelten Leitbildern, mit eigenen Lehrstühlen und einer reichen Publikationslandschaft zunehmend professionalisiert.

In den vergangenen Jahren sind die Begrifflichkeiten der 1950er-Jahre aber wieder in die politischen Debatten zurückgekehrt. Dazu gehören Ideen für ein (wehrhaftes) Demokratiefördergesetz auf Bundes- und Landesebene wie auch die Forderung an die Politische Bildung, sich zu der in den 1950er-Jahren im Zuge von zwei Parteiverbotsverfahren vom Bundesverfassungsgericht definierten „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ zu bekennen und dieses Bekenntnis auch schriftlich gegenüber Fördergebern zu bestätigen.

Als größter Dachverband der Politischen Bildung in Deutschland sieht sich die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) verpflichtet, diese Entwicklungen kritisch zu begleiten und den Diskurs dazu anzuregen.


 

CALL FOR PAPER

Wir freuen uns, wenn sich an der Tagung viele Kolleg:innen aus der formalen und non-formalen Politischen Bildung und den Hochschulen beteiligen und dafür Ideen einbringen.

Dabei wünschen wir uns Beiträge zu folgenden Perspektiven:

  • gesellschafts- und demokratietheoretische Auseinandersetzungen mit sozialen und politischen Entwicklungen im Kontext autoritärer Versuchungen,
  • bildungstheoretische Beiträge zu Aufgaben, Zielen, Inhalten und Methoden politischer Bildung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen im Kontext autoritärer Versuchungen.
  • bildungspraktische Beiträge aus dem Feld der schulischen und außerschulischen politischen Bildung wie etwa Darstellung von Konzepten, Methoden, Programmen oder Fällen mit Bezug zum Tagungsthema.

Wenn Sie sich in diesem Sinne bei der Herbsttagung einmischen wollen, beschreiben Sie Ihr Konzept inhaltlich und methodisch auf max. einer DIN A4-Seite und senden es bis 15.06.2024 per E-Mail an den Landesvorsitzenden der DVPB/Hessen, Benedikt Widmaier.

Hier finden Sie den CfP als pdf-Datei zum Download.

 


Die Herbsttagung der DVPB wird regelmäßig von einem Landesverband der DVPB und dem Bundesverband durchgeführt. In diesem Jahr wird sie in Hessen in der Evangelischen Akademie Hofgeismar in der Nähe von Kassel stattfinden. Wir freuen uns, dass die Bundeszentrale für politische Bildung als Partner und Unterstützer der Herbsttagungen in diesem und in den nächsten Jahren mit der DVPB kooperiert.


 

Buchungsoptionen / Preise:

  • Aktuell sind noch keine Buchungsoptionen verfügbar.
Tagungsleitung:
Dr. Oliver Emde

Dr. Oliver Emde

Studienleiter Politische Jugendbildung & Pädagogik

Informationen zur Anmeldung:
Anna-Katharina Bambey

Anna-Katharina Bambey

Sekretariat

Informationen zur Tagung:
In Kooperation mit:

Deutsche Vereinigung für politische Bildung e.V. (DVPB), Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Verantwortlich:
Dr. Oliver Emde, Prof. Dr. Alexander Wohnig, Benedikt Widmaier
Tagungsnummer:
24126

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