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Theorie-Praxis Tagung
30.05. – 01.06.2024

Erinnerungen prägen unsere Identität und machen uns zu dem Menschen, der wir sind. Neben individuellen sind gerade auch gemeinsame Erinnerungen entscheidend. Erfahrungen und Erlebnisse verbinden uns mit anderen Menschen und prägen Gesellschaften. Erinnerungskulturen sind dynamisch und verändern sich, sie sind abhängig von gesellschaftlichen Entwicklungen und können auch konflikthaft sein.
Welche Geschichtsnarrative und Erinnerungen gibt es innerhalb der pluralen Gesellschaft? Wie werden diese in gesellschaftlichen Diskursen verhandelt und in Erinnerungs- und Geschichtspolitiken etabliert? Wie kann die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen, die Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte, aber auch jüngere Beispiele antisemitischer und rassistischer Gewalt in pädagogischen und bildungsbezogenen schulischen und außerschulischen Lernsettings aufgegriffen werden? Wie funktioniert Erinnern in einer diversen (Migrations-) Gesellschaft? Brauchen wir eine andere, eine neue Form des
gemeinsamen Erinnerns? Welche Formate der politischen Bildung und der Geschichtsvermittlung sind insbesondere für junge Menschen zeitgemäß und können hier sinnstiftend sein? Diesen Fragen wollen wir im Rahmen der diesjährigen Theorie-Praxis-Tagung nachgehen und dazu Impulsvorträge hören, diskutieren und an aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Diskursen teilhaben. Wir werden in Workshops mit Expert*innen arbeiten und in den Austausch mit historisch-politischen Bildner*innen vor Ort treten, um mit ihnen Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Über drei Tage werden wir in einer inspirierenden Umgebung in multiprofessionellen (Studierenden-)Teams arbeiten, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten unserer Professionen sprechen und uns miteinander vernetzen.

Das Vorhaben schließt an die seit 2016 existierende hessenweite Hochschulkooperation an, die seit 2023 mit und in der Evangelischen Akademie Hofgeismar fortgesetzt wird.

Donnerstag, 30. Mai 2024

Anreise & Ankunft

12.00 Uhr
Mittagessen (optional)

13.00 Uhr
Tagungsbeginn
Einführung, Kennenlernen, Programm

14.00 Uhr
„Es ist politisch, wenn…“
Was ist an Erinnerungskultur und Geschichtspolitik politisch ?

15.30 Uhr
Kaffee/Kuchen + Check-In

16.15 Uhr
„Was sind und wozu betreiben wir Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken?“
Susanne Thimm (Goethe-Universität Frankfurt)
René Mallm (Hessische Landeszentrale für polit. Bildung)

17.15 Uhr
Politische Bildung „nach Auschwitz“
Was sind Ziele (kritischer) politischer Bildung? Welche Rolle spielt dabei Erinnerungskultur und Geschichtspolitik?
Wo begegnen mir diese Themen in meinem zukünftigen beruflichen Alltag als politische*r Bildner*in?

18.30 Uhr
Abendessen + Check-In

20.00 Uhr
Workshop-Vorstellung und Einwahl
(für Freitag, 9.30-12.00 Uhr)

WORKSHOP-AUSWAHL FÜR FREITAGVORMITTAG

A) Verschiedene Erinnerungskulturen Europas im Vergleich 
(Felix Münch, Hessische Landeszentrale für politische Bildung)

B) Wer erinnert was und wie wird erinnert? Digitale Erinnerungspraxis im musealen Kontext am Beispiel der Frankfurt History App
Josefine Klaus (Historischen Museum Frankfurt )
Susanne Thimm (Goethe-Universität Frankfurt)

C) Zur Stigmatisierung von „Asozialen“ und „Arbeitsscheuen“vor und nach 1945.
Prof.in Dr. Sophie Schmitt (Universität Gießen)

D) Multidirektionale Erinnerung
Prof.in Julika Bürgin (Hochschule Darmstadt)

E) Den Schmerz der anderen begreifen – Erinnerung und Solidarität
Dr. Nilda Inkermann (Universität Kassel)

F) Knackpunkt Gegenwart: Sich der Vergangenheit aus der Perspektive von Jugendlichen nähern – Erinnern als Zugang zu gesellschaftlichen Konflikten?
Prof.in Dr. Susann Gessner/ Niklas Schäfer (Universität Marburg)
Hanne Kleinemas/ Julia Waibel (BJA/BDKJ Mainz)

Freitag, 31. Mai 2024

Ab 7.30 Uhr
Frühstück

9.00 Uhr
Warm-Up / Resterampe

9.30 Uhr
Workshop-Phase (mit den Workshops A-F, siehe oben)

12.00 Uhr
Mittagessen

Zugverbindung:
13.17 Uhr (Hofgeismar)

Exkursionen im städtische Raum

14.00 Uhr
Exkursionsangebote

Stadtrundgang zur NS-Zwangsarbeit in Kassel
(Anna Domdey, Gedenkstätte Breitenau)

Erinnern + Kunst im öffentlichen Raum Aschrott-Brunnen- Besuch
mit Dr. Horst Hoheisel

„Kein Schlussstrich – unter was?“ Stadtrundgang zum NSU-Komplex
Ann-Kathrin Mogge/ Philipp Meyer (Die Kopiloten e.V.)

Besuch der Gedenkstätte Breitenau
mit René Mallm (Hessische Landeszentrale für polit. Bildung)

Besuch des Sara Nussbaum Zentrum, Haltung zeigen, vermitteln und erklären! in einer Wirkungsstätte jüdischen Lebens
(Mitarbeiter*innen des Sara Nussbaum Zentrums)

Antisemitismus und (Post-)Kolonialismus auf der documenta fifteen
N.N.

18.30 Uhr
Abendessen (selbstorganisiert)

19.30 Uhr 
Am Anfang war Rassismus – Über den Radikalisierungsweg des Mörders von Walter Lübcke
Sascha Schmitt
Yvonne Weihrauch an der Universität Kassel (Dia 3, HS II)

22.00 Uhr
Rückfahrt nach Hofgeismar

Samstag, 01. Juni 2024

Ab 7.30 Uhr
Frühstück

9.00 Uhr
Warm-Up / Resterampe

9.15 Uhr
Austausch in den Bezugsgruppen

10.30 Uhr
Praxis-Begegnungen in Themenräumen

12.00 Uhr
Resümee + Feedback

12.30 Uhr
Mittagessen und Abschluss

Tagungsflyer herunterladen

Buchungsoptionen / Preise:

  • Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung, die nur durch Studierende der teilnehmenden Hochschulen/Universitäten besucht werden kann.

 

Tagungsleitung:
Dr. Oliver Emde

Dr. Oliver Emde

Studienleiter Politische Jugendbildung & Pädagogik

Informationen zur Anmeldung:
Anna-Katharina Bambey

Anna-Katharina Bambey

Sekretariat

Informationen zur Tagung:
In Kooperation mit:

Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ), Universitäten Gießen, Kassel, Marburg und Frankfurt und der Hochschule Darmstadt

Verantwortlich:
Tagungsnummer:
24124

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