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Ein interdisziplinärer Rück- und Ausblick

15.03. – 17.03.2024

Während politische Bildung in ihrer Praxis häufig historische Perspektiven einbezieht und thematisiert, ist die historische Entwicklung der (schulischen und außerschulischen) politischen Bildung selbst bislang wenig erforscht worden. Die Veranstaltung möchte einen Raum und Rahmen schaffen, um im wissenschaftlich interdisziplinären Austausch die politische Bildung im Spiegel der Geschichte zu betrachten.

Historiografische Perspektiven werden hier zusammengeführt, um sie als lebendiges Erbe, kritischen Auftrag und verbindendes Element in aktuelle Diskurse aufzunehmen. Die eigene Professionsgeschichte kann dadurch zu einer bedeutende Reflexionsinstanz für Theorie und Praxis der politischen Bildung werden.

Tagungsteam:
Prof. Dr. Matthias Busch, Universität Trier
Dr. Oliver Emde, Evangelische Akademie Hofgeismar
Dr. Felix Prehm, Technische Universität Dresden
Benedikt Widmaier, Direktor a.D. Haus am Maiberg

(Tagungsflyer hier herunterladen)


TAGUNGSPROGRAMM

Freitag, 15.03.2024

bis 11:00 Uhr
Ankunft

11:00 Uhr
Begrüßung, Themeneinstieg, Programmübersicht

11:20 Uhr
Keynote I: „Von Relevanzen und Herausforderungen der Erforschung historischer Praxen politischer Bildung im Unterrricht“, Prof. Dr. Sabine Reh (DIPF)

12:30 Uhr
Mittagessen + Pause

14:00 Uhr

Panel I: Zur Geschichte politischer Jugend- und Erwachsenenbildung

Politische Bildung im Jugendverband: Von der „staatsbürgerlichen Erziehung“ zur „Veränderung der Lebensbedingungen aller“
Max-Ferdinand Zeterberg
Aufgaben, Dimensionen und Probleme einer Kulturgeschichte der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung
Dr. Paul Ciupke    

Panel II: Gegenstände politischer Bildung in ihrer historischen Genese

Medienpädagogik und Politische Bildung: Eine interdisziplinäre Betrachtung der historischen Entwicklung und zukünftigen Perspektiven
Franziska Hein
Demokratie als Lebensform!? Eine (kritische) Analyse politischer Bildung im Kontext extrem rechter Konjunkturen in Deutschland. (Arbeitstitel)
Leonie Stoll
Positive Botschaften. Antisemitismus als Gegenstand der politischen Bildung in der frühen Bundesrepublik
János Varga

16:05 Uhr
Kaffeepause + Zimmer-Check-In

16:30 Uhr

Panel III: Antifaschistische Bildungsarbeit in den 1970er Jahren

›Antifaschistische Heimatkunde‹ Produktion einer demokratischen Lern- und Erinnerungslandschaft: ›Alternative Stadtrundfahrten‹ im Hamburg der 70er-Jahre
Cornelia Siebeck
„Antifaschistische Erziehung“ im Westen. Pädagogische Antworten auf die Konjunktur des Rechtsextremismus in den späten1970er-Jahren
Ulrike Löffler

Panel IV: Arbeiterbildung und Bildungsarbeit der Parteien in Kaiserreich und Weimarer Republik

Vom »öden Kopf« zur »leeren Seele« der Arbeiterschaft zur bürgerlich-liberalen Formierung der bildenden Volksunterhaltung als Mittel politischer Zähmung der Arbeiterschaft
Malte Ebner von Eschenbach
Rüstzeug für die Politik. Die Schulungsarbeit der Parteijugenden der Weimarer Republik.
Ronny Noak

18:00 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Keynote II: Potenziale von Archiv-Recherchen für die politische Bildung (Dr. Jürgen Bacia / Cornelia Wenzel)

Samstag, 16.03.2024

Ab 7:30 Uhr
Frühstück

8:30 Uhr
Begrüßung, Warm-Up, Rückblick

Ab 9:00 Uhr

World-Café zur Kartographie der Archive,
u.a. mit dem Hessischen Landesarchiv, BundesarchivArchiv der deutschen Jugendbewegung, Archiv der deutschen Frauenbewegung, International Center on Nazi Persecution, BBF – Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF (angefragt), afas – Archiv für alternatives Schrifttum, Centrum Schwule Geschichte Köln (angefragt).

11:00 Uhr
Keynote III
: „Bildungspolitik und politische Bildung: Wie konnte die bundesdeutsche Demokratie gelingen?“ (Felix Ludwig, JenaCenter. Geschichte des 20. Jahrhunderts)

12:30 Uhr
Mittagessen und Pause

14:00 Uhr

Panel V: Transformationsdiskurse in der Geschichte politischer Bildung

Abkehr oder Vertiefung von Gesellschaftstheorie? Die ‚pragmatische Wende‘ bei Rolf Schmiederer und ihre Rezeption in der sozialwissenschaftlichen Fachdidaktik
Elia Scaramuzza
Transformationen in der Geschichte politischer Bildung
Dr. Felix Prehm

Panel VI: Volkshochschulbewegung in der Weimarer Republik

Undemokratische Bildung an Volkshochschulen: Rechte Leitideen und Institutionen vor 1933
Prof. Dr. Bernd Käpplinger
Demokratie als Bildungsprojekt? Die Reichszentrale für Heimatdienst und Volkshochschulen in der Weimarer Republik
Pierre Schmuck

15:20 Uhr
Kaffeepause und Posterpräsentation

16:30 Uhr

Panel VII: Geschichte politischer Bildung als Professionalisierungsgegenstand politischer Bildner:innen

Das politische Klassenzimmer. Hochschuldidaktische Erfahrungen mit Bildungsgeschichte im Lehramtsstudium als Irritation von subjektiv-biografischen Unterrichtsbildern
Prof. Dr. Tilman Grammes
Zur Geschichte der Historiographie politischer Bildung
Prof. Dr. Matthias Busch

Panel VIII: Politische Bildung in der Nachkriegszeit

Ungleiche Umerziehung:Politische Bildung, Schule und Demokratie im Westdeutschland der Nachkriegszeit (1945-1955)
Dr. Phillip Wagner
Netzwerke nationalsozialistisch geprägter Akteure in der außerschulischen politischen Bildung von 1950 bis 1970. Beispiele aus dem AdB.
Dr. Paul Ciupke

18:35 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Informeller Abendausklang

Sonntag, 16.03.2024

Ab 7:30 Uhr
Frühstück

8:30 Uhr

Panel IX: Legitimationen politischer Bildung

„Die Gesellschaftskunde als notwendige Ergänzung des Geschichtsunterrichts“ – Begründungen Politischer Bildung zwischen Allgemeiner und Spezieller Didaktik im 19. Jahrhundert
 J.-Prof. Dr. Sebastian Engelmann
Machbarkeit und Bildsamkeit der Geschichte: Über historisch-politische Bildung durch die Bildung des Historisch-Politischen
Prof. Dr. Dieter Friedrichs

Panel X: Zur Geschichte der Frauen- und Mädchenbildung

Emanzipation der Arbeiterinnen durch politische Bildung? Zwischen staatlicher Repression und autonomer
Prof. Dr. Christine Zeuner
„…dass im Grunde auch die Mädchen in Sozialkunde besonders gut aufpassen sollen“ – Eine Videoaufzeichnung aus dem Politikunterricht in West-Berlin in den 1980er Jahren
Dr. May Jehle

10:35 Uhr
Pause

10:50 Uhr
Politisch-bildende Zeitzeug*innenschaft in Vergangenheit + Zukunft

Tischgespräche mit Kolleg*innen aus Politikdidaktik und non-formaler Politischer Bildung(Zeitzeug*innen-Tische?)

12:00 Uhr
Abschluss & Ausblick:
Über die Zukunft der Geschichte politischer Bildung

12:30 Uhr
Mittagessen und Abschluss


Buchungsoptionen / Preise

  • Tagungspauschale (Tagungsbeitrag/Vollverpflegung/Einzelzimmer), € 70.00
  • Ermäßigter Tagungsbeitrag (Tagungsbeitrag/Vollverpflegung/Einzelzimmer), € 40.00

Tagungsleitung:
Dr. Oliver Emde

Dr. Oliver Emde

Studienleiter Politische Jugendbildung & Pädagogik

Informationen zur Anmeldung:
Anna-Katharina Bambey

Anna-Katharina Bambey

Sekretariat

Informationen zur Tagung:
In Kooperation mit:

Arbeitsgruppe „Historische Bildungsforschung“ der Gesellschaft für politische Jugend und Erwachsenenbildung (GPJE)

Verantwortlich:
Tagungsnummer:
24095

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