4. Hessischer Politiklehrer:innentag

Evangelische Akademie Frankfurt Römerberg 9, Frankfurt am Main, Deutschland

Politische Bildung für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit Demokratiegefährdungen in analogen und digitalen Räumen Rechtspopulistische und antidemokratische Akteure setzen die Gesellschaft zunehmend unter Druck. Es zeigt sich, dass ausgrenzende und antidemokratische Äußerungen bisweilen auf Resonanz stoßen. Die Folgen im Alltag sind Diskriminierung, menschenfeindliches Verhalten und das Erstarken von rechtspopulistischen Parteien in den Parlamenten. Gegen die Erosion demokratischer Werte und den damit einhergehenden Vertrauensverlusten in demokratische Institutionen stemmen sich Politik und Zivilgesellschaft mit Demokratiefördergesetzen, Demonstrationen und großem Engagement. Gesellschaftliche Krisen und Konfliktlagen werden auch in der Schule spürbar: Antisemitismus, Rassismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, antidemokratische Verschwörungstheorien, rechtspopulistische Parolen und Diskriminierung fordern Lehrkräfte im Schulalltag und Unterricht heraus. Im Politikunterricht können und sollen diese Herausforderungen und Gefahren für die Demokratie analysiert und diskutiert werden. Darüber hinaus wird Schule als Ort gelebter demokratischer Werte verstanden und diskriminierendem Verhalten soll mit (demokratischer) Haltung begegnet werden. In Vorträgen und Workshops möchten wir mit Ihnen über diese Herausforderungen diskutieren und unterrichts- und schulpraktische Ansätze zum Umgang und zur Thematisierung und Vermittlung kennenlernen und erproben. Dabei geht es u. a. um folgende Fragen: ▪ Auf welches Wertefundament bezieht sich die Politische Bildung in der Demokratie? ▪ Wie können Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit […]

Methodenwerkstatt „Politische Stadtrundgänge“

Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar Gesundbrunnen 8, Hofgeismar, Hessen, Deutschland

Methodenwerkstatt „Politische Stadtrundgänge“ Stadtrundgänge als Lernarrangements politischer Bildung 03. - 05. Oktober 2024 Antifaschistische Spaziergänge, konsumkritische und postkoloniale Stadtrundgänge oder Stadtführungen zu Stadtentwicklung und Gentrifizierung: Spazierende Formate der politischen Bildung sind spannende Lernarrangements, die ihren Teilnehmer*innen neue Perspektiven auf die eigene Lebenswelt eröffnen, sie darin fördern, die eigene Stadt politisch lesen zu lernen und Handlungsoptionen vor Ort eröffnen können. In der Methodenwerkstatt diskutieren wir an praktischen Beispielen die Gestaltungspotenziale von besuchten Orten, didaktischen Zugängen und eigenen Sprecher*innen-Rollen. Wir entwickeln Methoden- und Haltungsvorschläge für eigene Stadtrundgänge einer kritisch-emanzipatorischen politischen Bildung.   Tagungskosten (pro Person): Aktuell sind noch keine Buchungsoptionen verfügbar.

Politische Bildung in Zeiten autoritärer Versuchungen

Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar Gesundbrunnen 8, Hofgeismar, Hessen, Deutschland

Politische Bildung in Zeiten autoritärer Versuchungen Feuerwehr – Polizeipatrouille – Deradikalisierung? DVPB-Herbsttagung vom 21. - 23. November 2024 Dass an die Politische Bildung immer wieder Erwartungen gestellt wurden, als Feuerwehr gegen radikale und extremistische politische Entwicklungen vorzugehen, hat ihr fachliches Selbstverständnis zunächst maßgeblich mit geprägt. So stand etwa die Gründung der Bundeszentrale für politische Bildung 1952 unter dem Vorzeichen eines „erzieherischen Verfassungsschutzes“. Und auch die flächendeckende Einführung des politischen Unterrichts in Gymnasien mit der Saarbrücker Rahmenvereinbarung (1960) ist maßgeblich durch Hakenkreuzschmierereien Ende der 1950er-Jahre angestoßen worden. Seither hat sich die politische Bildung in vielen kontroversen Debatten und diskursiv entwickelten Leitbildern, mit eigenen Lehrstühlen und einer reichen Publikationslandschaft zunehmend professionalisiert. In den vergangenen Jahren sind die Begrifflichkeiten der 1950er-Jahre aber wieder in die politischen Debatten zurückgekehrt. Dazu gehören Ideen für ein (wehrhaftes) Demokratiefördergesetz auf Bundes- und Landesebene wie auch die Forderung an die Politische Bildung, sich zu der in den 1950er-Jahren im Zuge von zwei Parteiverbotsverfahren vom Bundesverfassungsgericht definierten „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ zu bekennen und dieses Bekenntnis auch schriftlich gegenüber Fördergebern zu bestätigen. Als größter Dachverband der Politischen Bildung in Deutschland sieht sich die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) verpflichtet, diese Entwicklungen kritisch zu begleiten und den Diskurs dazu anzuregen.   […]